Die B-Seite von Anna Mae
Shownotes
Im Gespräch: Anna Mae: Sängerin & Liederschreiberin, die sich zwischen verschiedenen Musikstilen wie Americana, Rock oder Französisches Chanson bewegt. Host: Bezzy (Bettina Wyss-Siegwart) In Zusammenarbeit mit: hitparade.ch Location: Neubad Luzern
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00:00:01: B-Seiten, ein Podcast von hitberaden.ch Mehr
00:00:06: lasst ihr euch
00:00:07: zu!
00:00:11: Das ist B-Siten, der Podcast von Hitberaden .ch.
00:00:15: Ich bin Betsy und ich rede hier mit Musikerinnen über das was sie verbindet und antreibt.
00:00:21: Musik?
00:00:21: Ich bin überzeugt wenn du einen Menschen wirklich kennenlernen willst dann musst du einfach seine Musik zulassen.
00:00:27: Wahrscheinlich gibt es kaum einen schöneren und ehrlichen Zugang zu den Gedanken, Gefühlen und Geschichten einer Person.
00:00:33: Und genau dort wollen wir hin.
00:00:34: Zu den Geschichten hinter der Songs, zu den B-Seiten.
00:00:39: Jetzt sind wir schon in dieser Episode drei.
00:00:41: Unglaublich!
00:00:42: Mein heutiger Gast ist Anna
00:00:43: May.
00:00:44: Sie kommt aus dem Luzener
00:00:45: Hinterland, hat aber schon die
00:00:47: Halbwelt bereist
00:00:48: und hat auch aus vielen Destinationen
00:00:50: ihre Inspiration gefunden.
00:00:52: Ihr neues Album erscheint jetzt am achtzehnten September, sechsundzwanzig und heisst Soul Traveler.
00:01:00: Ich freue mich sehr, dass du heute mein Gast bist, Anna May.
00:01:04: Hey, danke für die Einladung.
00:01:06: Wir sind hier im Neubatzluzern.
00:01:08: Du bist ja Luzernerin?
00:01:10: Ähm ... Bist du jemanden
00:01:13: hier?
00:01:13: Ich wohne jetzt noch nicht so lange in der Stadt.
00:01:17: Und ich bin als Willis aufgewachsen und geboren von einem Hinterland eigentlich verurteilt.
00:01:22: Man sagt ja gleich Luzernere!
00:01:24: Ja,
00:01:24: ja... Und jetzt sind wir kurz in der Stadts- und ich bin jemanden da im Neu-Bat.
00:01:29: Ja?
00:01:29: Können Sie eine coole Atmosphäre
00:01:31: haben?
00:01:31: Mega!
00:01:32: Das
00:01:32: geht
00:01:34: mir gleich.
00:01:35: Und du warst ja nicht nur das Luzern in der Stadt und in Lilis auch, sondern du hast Frankreich noch gelebt?
00:01:41: Du bist noch in die USA, Kanada, England, Frankreich
00:01:43: spielen.
00:01:44: Also wenn jetzt jemand heute fragt, nach all den Erfahrungen wo du dich am meisten daheim fühlst, was würdest du denn sagen?
00:01:51: Da würde ich ganz klar die Antwort geben, Frankrich.
00:01:54: Wicke?
00:01:56: Ja!
00:01:58: viel Zeit, die mein Kind hat verbracht.
00:02:00: Wir haben dort vier Jahre mit der ganzen Familie gelebt auf einem Bauernhof im Burgund.
00:02:06: Fantastische Region!
00:02:09: Es ist mir einfach geblieben im Herzen und das ist jetzt ein Teil von mir.
00:02:12: Darum würde ich sagen es ist mein Zuhause.
00:02:15: Gehst du nicht manchmal noch den Tieren wieder?
00:02:18: Ich gehe nicht so oft aber jemanden, einer ist im Jahr zum eine gute Freundin treten und blöderlen.
00:02:26: Das ist mega schön.
00:02:28: Und dieses Album Soul Traveler erscheint ja jetzt, also heute.
00:02:32: Macht es heute September!
00:02:35: Die zwölf Songs werden aus verschiedenen Etappen von einer Reise beschrieben und sind sie auch an unterschiedlichen Orten entstanden?
00:02:43: Sie sind an unterschiedlichem Ort entstanden, das stimmt!
00:02:47: Einerseits haben wir doch ein paar Songs... Gerade der erste Song, den wir auf der Platte hören, ist zum Beispiel etwas, das ich in Chicago geschrieben habe.
00:02:59: Ich darf dort eine Residenz machen, so vier Monate und... Dort sind unter anderem ein Ausbau eines Songs entstanden, die auch auf dem Album sind.
00:03:09: Und einer hat es aber noch seitlich auf Chicago.
00:03:11: Das ist schon ganz klar.
00:03:12: Da hab' ich noch
00:03:13: vermutet ja!
00:03:16: Ja, und sonst gibt's auch Songs, wo ich einfach ... Und den Go schreiben.
00:03:20: Magisch ist es irgendwie auf dem Weg am Norden, da kann man nicht genau sagen wo er jetzt entstanden ist.
00:03:26: Aber auch für uns sind im Hinterland also Zivilisale Albersview dort entstanden.
00:03:31: Das ist ja wirklich eine gute Mischung von Chicago bei Zivilisa.
00:03:35: Du hast jetzt gerade vorher den Riverflow angesprochen, der das Album eröffnet und das ist eigentlich ruhig und etwas besonnen.
00:03:44: Er wirkt für mich melancholisch und hoffnungsvoll.
00:03:47: Es wirkt auf mich so, als ob du etwas loslässt, was man in einem Album starten konnte.
00:03:52: oder ist das meine Küche-Hobbypsychologie?
00:03:55: Wenn du das so ausschaut hast, dann ist es sehr versprechend.
00:03:59: Gut!
00:03:59: Ich finde ... Das hast du ganz gut formuliert.
00:04:04: Es ist für mich ein sehr meditativer Song Und ich habe gespürt, dass sich das Song an den Anfang wehtun.
00:04:13: Ob es jetzt der Anfang war von diesem Album oder vielleicht für ein Konzert.
00:04:17: Gespürte das Song so, dass er einfach ... Ein Anfang von etwas ist, was man wie einen neuen Weg einschlägt und auch wirklich etwas loslässt, um die neue Richtung inzuschlagen zu können.
00:04:30: Und im Zusammenhang mit dem Album habe ich eine super ... Ich habe das Gefühl irgendwie, eine super Gefühle zu lassen entstehen.
00:04:38: Vor allem mit diesem Song jetzt auch als Eröffner.
00:04:40: Das ist mega schön!
00:04:41: Ich habe mich auch sehr abgeholt gefühlt damals mit dem Song.
00:04:46: Ist da noch eine Geschichte dahinter?
00:04:48: Ja ja, kann ich dir sagen.
00:04:50: Sehr gerne.
00:04:50: Also dort wo wir ... haben wir mein Debit-Abum aufgenommen.
00:04:57: das ist schon ein paar Jährchen hier und dann... Wir haben geschlossen mit einem Song.
00:05:05: Es war auch eine ganz langsame Song.
00:05:07: Das ist der letzte Song, auf dem Album auf den Dippen vorkommt und da habe ich gemerkt an diesem Song werde ich anschliessen.
00:05:14: Das nächste Mal wenn das zweite Album entsteht... Also schön!
00:05:17: Und dann, als ich den Song Let The River flog schreibe, habe ich bemerkt, dass es diesen Anschluss-Song ist.
00:05:23: Er verspricht mir jetzt einen neuen Weg zu gehen und dieser neue Weg war eben ein Album.
00:05:28: Ja, das ist
00:05:28: ja mega schön, so habe ich gerade etwas gern gesehen.
00:05:31: Aber hast du denn von wirklich?
00:05:33: Du hast den Song eigentlich schon geschrieben und hast erst dann gespürt, dass es der Anschluss-Song ist.
00:05:37: Das heißt das ist von selber passiert!
00:05:38: Ja ja... Es ist immer viel mit viel Gefühle verbunden sind.
00:05:42: Ja klar!
00:05:45: Aber es ist ja wanderlich schön.
00:05:46: Eigentlich.
00:05:47: Das heisst, dass er so hat müssen sein.
00:05:49: Genau, genau.
00:05:50: Das
00:05:50: ist echt super.
00:05:53: Und wenn man ein Song Traveling lasst, das ist auch einer wo man sich aufgefallen ist, dann klingt die Azur ziemlich leicht Und es hat gleich etwas Ernstes drin, weil das Gefühl war beim Schreiben in der Omen.
00:06:04: Das Lichtgefühl oder das Schwere?
00:06:07: Was meinst du?
00:06:08: Mit dem Schwere hast du es aus den Lyrics gesagt.
00:06:10: Ja auch ein wenig, aber ich glaube einfach, dass es bei mir ausgelöst ist.
00:06:13: So ein bisschen Melancholyseinsucht.
00:06:15: Ja,
00:06:16: finde ich gut!
00:06:19: Für mich hat bei diesem Song schon eher die Leichtigkeit überwogen Und gleich wollte ich eine verdäufige Botschaft mit dem Song überbringen.
00:06:28: Das, was etwas schwer macht, weil es schon tiefgründig ist...
00:06:31: Im Schwere meine ich auf jeden Fall positiv,
00:06:32: gell?
00:06:32: Ja, ja, ja!
00:06:33: Okay, das probiere ich.
00:06:34: Ich
00:06:35: habe noch ein paar Schwere verteidigt.
00:06:37: Nein natürlich nicht.
00:06:39: Aber ja, es sind vor allem die Botschaften, die ich wirklich tiefgründen möchte, dass wir zusammen bleiben sollen und zusammen stark sind und uns nicht aufgegeben wollen, wenn man etwas nicht geht.
00:06:52: Einfach wieder versuchen.
00:06:55: Das erinnert mich noch an eine andere Song auf diesem Album.
00:06:58: Und zwar Lend Me Your Hand.
00:07:02: Und das finde ich auch so cool, weil du fragst dich da irgendwo um Hilfe aber in einer sehr entschlossenen Art.
00:07:09: Also nach dem Motto wir schaffen das zusammen und es braucht uns beide.
00:07:15: Bist du jemanden der gut kann nach Hilfe fragen?
00:07:19: Ja, hier ist jetzt ein ganz guter Punkt
00:07:21: für
00:07:23: mich!
00:07:23: Darum will ich das Thema selber
00:07:24: reinkennen.
00:07:25: Ja, das bin ich jetzt sehr berührend.
00:07:28: Ich bin jemanden, der ihr alleine versucht alles zu managen und nach Hilfe fragen fällt mir nicht immer so einfach.
00:07:37: Wenn ich Vertrauensperson um mich habe, weiss ich mal, dann kann ich jederzeit gehen.
00:07:43: Aber einfach so leichtsinnig mache ich nicht nach Hilfe Fragen.
00:07:46: Und in diesem Song ist auch ein bisschen aus dem Gefühl entstanden?
00:07:50: Nein, dieser Song ist eher entstanden mit dem Hintergedanken von... Also das kommt jetzt eher aus dem kulturellen und geschichtlichen einfach von Minderheiten, die nicht gehört werden.
00:08:04: Jetzt zum Beispiel bei Indigene Bevölkerung, wo ich dort immer im Hinterkopf war, wo der Song geschrieben hat, wo man ihnen Sachen weggenotet oder auch Länder weggnotet, Worte oder Identitäten weggonötet.
00:08:22: Das ist ein Song wie der Aufruf, das wir hier hinlassen und schauen, was man vielleicht falsch gemacht hat.
00:08:30: Dass wir in diesen Leuten Kurven arbeiten sollen, die nicht in der Mehrheit sind oder nicht so eine ludische Stimme haben.
00:08:37: Es ist mega
00:08:37: wichtig.
00:08:38: Okay, ja.
00:08:40: Ich habe das gar nicht so richtig gecheckt, aber es ist natürlich noch schöner, weil ich habe eine grosse Stärke gespürt von dir oder in diesem Song.
00:08:50: Und gleichzeitig auch den Aufruf und darum ... Ja, das hat mich berührt und jetzt geht noch etwas mehr, wenn ich das so verstehe.
00:08:58: Manchmal schreibt man so ein bisschen, dass wir übertragen sind, dann kann man nicht immer gerade auf alles schliessen, was man sagen will.
00:09:05: Aber das macht es immer so spannend und ehrlich finde ich.
00:09:09: In meinem Intro auch sagen ... Wenn du jemanden kennenlernen willst, der Musik macht, musst du ihn nicht verlinkt lassen.
00:09:16: Denn dann kommt er am meisten über viel mehr als in einem Gespräch.
00:09:22: Der Song, den mir sehr aufgefallen ist, weil ich einen speziellen Titel finde, ist Going Home.
00:09:29: Weil es ja ein Reisenalbum ist und das zeigt dir so etwas... Du sagst eigentlich in deinem Album generell je weiter du weggehst, umso mehr füllst du dich?
00:09:39: Zu Hause habe ich das richtig in den Kopf, gell?
00:09:42: Um nach Hause zu gehen und mit heimfähig zu sein oder dass du eigentlich durch deine Reise auf deinem Heiweg bist.
00:09:53: Sorry, ich frage halt immer gerade so... So
00:09:55: wahrhaftig die uns geröntige Frage!
00:09:57: Ja, ich muss!
00:09:57: Ich
00:09:57: hab ja vieles
00:09:59: zu versprechen.
00:09:59: Wie viel Sprüche?
00:10:00: Das ist gut.
00:10:03: Was ich nochmal auf deine Frage zurückkehre, deine Frage ist ob ich auf dem Heiwagen bin.
00:10:07: Ja im Prinzip, ob du ... Du warst unterwegs nach Hause?
00:10:13: Oder gerade in diesem Speziellenfall von diesem Song auch Heivey für dich ein Thema ist, dass du eigentlich schon einen Ort hast wo du gleich wieder zurückmöchtest.
00:10:22: Also ich bin nicht der Typ für HeiveY gar
00:10:24: nicht.
00:10:25: Ich
00:10:27: bin sehr gar nicht gebunden.
00:10:29: Das Ding ist so mit diesen Songs jetzt Going Home zum Beispiel oder All Rome... Das sind so Songs, die erzählen von einer Reise.
00:10:38: Ein bisschen diese im Äußeren stattfinden mit dem Flug irgendwo hin oder mit dem Auto.
00:10:43: Aber es geht um die Reise in sich hinein und ich habe jetzt das Gefühl, dass ich eine sehr suchende Person bin wie auf der Suche nach mir selbst auch.
00:10:51: Und ich habe nicht das Gefühl ,dass ich schon angekommen bin oder irgendwo daheim.
00:10:55: Ich habe das Gefühl jetzt, ich bin immer ein wenig am suchen und darum... Ich würde nicht sagen, dass ich mit diesen Songs heimkomme.
00:11:04: Aber es ist ein Versuch, mich selber zu finden.
00:11:07: Aber
00:11:07: denkst du, jeder Mensch braucht das Zuhause?
00:11:11: Also ich meine nur, dass wir übertragen sind.
00:11:13: Ja!
00:11:14: Ich glaube schon, dass ein Mensch die Sehnsucht hat nach einem Gefühl von Ankommen, der Heime sein.
00:11:20: Bei sich selbst auch.
00:11:23: Sich gut fühlen mit sich selbst.
00:11:26: Aber ob man jetzt im wahrsten Sinn des Wortes wirklich ins daheim gebraucht weiss ich nicht...
00:11:30: Es ist eine schwierige Frage, weil ich mir jetzt überleiten kann.
00:11:32: Ich glaube, mein Zuhause von meinem Gefühl ... Ich habe das klassische Zuhaushalte-Gefühl schon auch, weil es einen Ort hat, in dem meine Eltern leben, wo immer an gleichen Orten sie aufgemacht sind zum Beispiel.
00:11:42: Aber mein Waren zu Hause hat sich im Verlauf des Jahres immer wieder etwas verändern können.
00:11:47: Das Mal vielleicht mich bei einem Menschen speziell zu Hause oder in einer Situation oder in einem Lebens ... Die Form geht, die ich gerade gut finde.
00:11:55: Darum hat es mich wundern genommen, ob das für dich vielleicht auch im Übergregen sind.
00:11:59: Ein Zuhause kann z.B.
00:12:00: reisen und dass du dich dort so findest... ...dass du sagst, das ist eigentlich das, was mich glücklich macht.
00:12:05: Und warum ist es ein dynamisches Zuhauses?
00:12:07: Genau!
00:12:08: Es ist wirklich dynamisch, wie du siehst.
00:12:13: Das Reisen bringt mich näher an mich selbst, weil ich diese Erfahrungen mache oder Leute treffe, die einfach wieder Antworten gehen auf eine Frage um... Auf eine Lebensfrage.
00:12:24: Ja...
00:12:26: Ich muss noch etwas sagen zu meinem Lieblingssong auf deinem Album, den ich gerade bei vier Mal angefangen habe, weil er mir so gefallen hat, als ich zusammengekommen war.
00:12:35: Und das ist Wild & Free!
00:12:36: Oh, die
00:12:37: Robinin-Lieber-Song?!
00:12:40: Mega?
00:12:41: Wickey!
00:12:42: Achso schön!
00:12:43: Er hat mich von der ersten Sekunde... Bin ich da so... Wow okay, wirst du ein bisschen gerade alleine gesehen?
00:12:48: So gefunden wow Also, der ist nur warm Und ich finde vom ganzen Weib einfach toll.
00:12:56: Wo du das geschrieben hast, warst du in dieser Situation auch wild und free?
00:12:59: Ich
00:13:02: habe mich frei und unbunden gefühlt.
00:13:05: Ein Vote gesehen oder irgendwie ein Handstand habe ich nicht gemacht in diesem Moment.
00:13:10: Aber ich weiss noch genau, wann er entstanden ist.
00:13:12: Das war schon in Chicago.
00:13:14: Da bin ich am See spazieren.
00:13:16: Es war so kalt, weil es Winter war.
00:13:20: Es ist etwa minus fünfzehn Grad im Durchschnitt.
00:13:24: Dann habe ich mich gleich immer überwunden, ein bisschen Spaziergänge zu machen und dann mit der Zeit ist es so wie ein Gefühl aufzukommen wenn ich an das Eingang bin.
00:13:32: Das ist so offen und so frei!
00:13:36: Und dieser See war so gross wie ein Minion, wir hatten gar nicht das andere Raufwerk gesehen.
00:13:40: Nicht wegen dem Nebel sondern wegen
00:13:41: den Größen?
00:13:42: Ja ja, es war gewaltig.
00:13:44: Da bin ich zurückgekommen und die Stuben... ...und das auf das Aufweinen gekockt.
00:13:49: Und dann ist der Song einfach cool.
00:13:50: Wow!
00:13:51: Und ich habe ihn auch abgeschrieben und das verbinde ich jetzt immer mit dem Gefühl von Freiheit, aber wie gesagt Handstand habe ich nicht gemacht.
00:13:59: Das ist aber das Gefühl von Freude, was dort mitspielt.
00:14:01: Es ist mega schön.
00:14:02: Ist es bei dir so?
00:14:03: Du kannst ja keine Sitze-Gitarren haben und da kommt ein Text automatisch.
00:14:07: Ist das bei dir etwas normal oder warst du in der Aussergewöhnlichkeit?
00:14:12: Es läuft noch viel so, dass es automatisch kommt.
00:14:16: V.a.
00:14:16: das Gefühl, das besteht ganz zuerst und nachher aufbauen.
00:14:21: Auf den Gefühlen kommen Dachkörer und Textbeutel.
00:14:25: Aber es ist nicht eine Selbstverständlichkeit.
00:14:27: Das passiert mir nicht jeden Tag.
00:14:30: Man muss wirklich auch einen Raum haben für das, dass solche Momente entstehen können.
00:14:34: Wenn ich jetzt hier im Zeug bin oder gestresst bin ... Ich glaube nicht, dass da einfach ein Sonntag auf einem Tisch landet!
00:14:43: Das ist ja für dich auch ein Beruf.
00:14:45: Also du hast ja wirklich entschieden, dass du voll auf das Set bist mit der Musik schon vor längerem.
00:14:50: Wenn jetzt du würdest deinem jüngeren Ich einen Rat geben?
00:14:55: Oder ich muss anders fragen... ...wird es nicht so klassisch sein, was würdest du deinem Jüngeren ich sagen fragen, sondern mehr?
00:15:02: Gibt's Sachen, die du heute weisst und dir noch nicht gedacht hättest, wo man darauf...
00:15:06: Achtet,
00:15:06: dass man wirklich Wild and Free auch in diesem Musikleben sein kann.
00:15:10: Weil die Leute haben eine romantische Vorstellung davon.
00:15:13: Man schreibt Songs und reist etwas um.
00:15:14: Man sieht so vieles nicht!
00:15:17: Und was hättest du gerne gewusst?
00:15:22: Wenn ich das wusste, wenn ich jetzt so weiss hätte es gar nicht gemacht...
00:15:25: Wirklich?!
00:15:25: Nein.
00:15:27: Ich habe eigentlich diese überleitende Woche einen Abend nach oben.
00:15:29: Da musste ich mich durchgehen und dachte, was würde ich mir raten, wenn am Anfang noch mal stand ... Da muss ich schon etwas sagen.
00:15:39: Ich weiss nicht, ob ich es noch einmal machen würde.
00:15:41: Wirklich?
00:15:42: Es ist so happig, dass ich das anbeise.
00:15:48: Es ist einfach alles fantastisch, was wir erleben hier im Konzerts.
00:15:53: Aber die Spitze von Meinsberg ist das, was in Meer oben aussieht und alles, was drunter ist, das ist so streng, mental sehr fordert... Und ja, auch finanzielle Aspekt ist natürlich das Thema.
00:16:12: Das ist ein Türenbrauch, sagt man am Ende!
00:16:15: Ja, es ist da nicht.
00:16:16: Aber ich finde, wir sollten mehr über dieses Reden, weil so viele Menschen haben das Gefühl Musik kann man einfach so viel konsumieren und was für einen Wert und für eine Arbeit drin steckt... Es geht halt oft vergessen bei Menschen die jetzt nicht direkt mit Musik zu tun haben?
00:16:31: Das ist so.
00:16:33: Ich merke jemanden wenn ich jemandem erzähle Wenn sie Streamingportal nutzen und z.B.
00:16:38: ein Song lassen, dass die Fans realisieren wie wenig der Künstler oder den Künstlern überkommt, wenn wir in Musiken so konsumieren.
00:16:48: Ich teile das nicht für Urteile, wenn man eine solche Musik lässt aber ich finde ... Wir müssen auch etwas an Wert denken von diesem Handwerk, vom Liederschreiben oder auch noch auf Bühne rausgehen und ein Performance miterleben.
00:17:04: Das ist noch mal unser Erlebnis.
00:17:06: Es ist unglaublich!
00:17:07: Ich hoffe, dass das Konzert wieder ein wenig mehr wert gewinnt in Zukunft.
00:17:11: Wo man dort vielleicht wieder sieht, dass kann man noch nicht ganz mit keinem
00:17:15: eingehen.
00:17:15: Aber es ist ein Riesenthema du weisst es.
00:17:18: Und es ist als Erlebnisse oder?
00:17:19: Wir erleben etwas zusammen.
00:17:21: Es sind Gesellschaften und Soziale.
00:17:23: Ja...
00:17:24: Es ist wahnsinnig wertvoll in dieser jetzigen Zeit finde ich.
00:17:27: Gerade besonders eigentlich
00:17:29: In dieser instabilen Zeit.
00:17:30: Ja, instabil und auch in der Zeit für die Menschen weniger miteinander reden.
00:17:35: Genau wo sie sich abkapseln vielleicht haben oder einfach in die digitalen Welt
00:17:41: sich
00:17:42: flüchten oder innen gehen?
00:17:43: Und dann einfach die Hektik so vom Alltag generell, wo einem gar keine Zeit mehr gibt... ...für einfach mal einen zu sitzen und ein Gespräch zu führen.
00:17:51: Also das ist halt auch etwas plakativ von mir aber ich glaube du weisst wenn ich es meine.
00:17:55: Jetzt werden wir noch traurig.
00:18:01: Aber eine Frage würde man auf den Lippen brennen und zwar, bei welchem Song von deinem neuen Album hast du am meisten von dir preisgegen?
00:18:09: Was würdest du sagen?
00:18:10: Oh!
00:18:13: Warte ich muss es gleich sagen... Bei welchem song habe ich am meisten der Preise gegeben?
00:18:21: Also Mensch, wie ehrlich warst du dich?
00:18:24: Ja
00:18:24: ehrlich.
00:18:24: Bist ja wahrscheinlich noch meistens gesehen aber ... So etwas, was du sagst, da habe ich schon mehr von mir geöffnet.
00:18:30: Vielleicht etwas Privates oder etwas Persönliches, das du rein gegeben hast, wo du jetzt vielleicht auch nicht gerade in jedem Sonnenmarsch machen
00:18:38: musst?
00:18:42: Was soll ich dir hier sagen?
00:18:43: Wir haben den Hagen und der Kissing an den Lippen.
00:18:47: Ich
00:18:48: finde es irgendwie so eine ehrliche Song im Sinn ... Das Leben investieren.
00:18:54: Also wirklich das Leben investiert, das Leben leben wenn man es kann und nicht warten bis irgendwie der beste Moment kommt sondern jetzt drauf los und dass die Liebe einfach sehr sehr etwas starkes ist.
00:19:04: Etwas was ihm krach kracht zu geben.
00:19:06: Und ich habe das Gefühl dieser Song geht so ein bisschen in dir richtig.
00:19:10: Okay...
00:19:11: Ich lasse den Fall jetzt noch mit einem ganz anderen Gefühle, wenn du mir das so sagst.
00:19:16: Hey und wenn wir eben ... Der Album los ist sehr viel mit Reisen unterwegs.
00:19:22: Wie sieht es bei dir aus in der nächsten Zeit?
00:19:26: Ich
00:19:27: bin momentan sesshaft, das ist nicht geplant, euch ein Reis zu machen.
00:19:33: Natürlich mit Konzerten, ich habe ein paar Raten, die geplant sind und gehen wir in den Schweiz um ein wenig.
00:19:39: Ich komme mit Ben, freue mich sehr auf das!
00:19:43: zusammen mit den Leuten einen guten Moment feiern.
00:19:45: Aber sonst irgendwie in Ostland oder sonst gar nichts blauen.
00:19:48: Okay, aber es wird wahrscheinlich schon wieder passieren?
00:19:51: Das
00:19:51: wird passieren ja!
00:19:52: Ich weiss nur noch nicht genau wann... Okay.
00:19:55: Hey mega schön und ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei dieser Reise, die auf dich zukommt, wo auch immer sie hergeht, wenn sie nur in der Schweiz wäre.
00:20:05: Ja und ich danke dir ganz herzlich dass du dich da so geöffnet hast in den letzten paar Minuten mehr.
00:20:10: Es war sehr schön.
00:20:12: Danke vielmals für die Einladung und es hat euch sehr gefreut.
00:20:15: Wir dürfen jetzt reden,
00:20:16: gleichfalls Dankeschön!
00:20:17: Tschüss!
00:20:18: Ciao.
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